4Orthopäden 2Chirurgen

Knochendichte-Messung

About

Ein zunehmender Teil unserer Bevölkerung leidet unter Osteoporose (Knochenentkalkung, Knochenschwund). Man weiß heute, dass jede dritte Frau über 50 in ihrem Leben einen Knochenbruch erleiden wird, der ohne adäquate Gewalteinwirkung durch die Osteoporose verursacht wird. Diese Brüche sind häufiger als alle Fälle von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle und Brustkrebs zusammen. In den ersten 5-7 Jahren nach Einsetzen der Wechseljahre kann eine Frau bis zu 20% ihrer Knochenmasse verlieren. Aber auch Männer sind zunehmend betroffen, da ab einem gewissen Lebensalter bei jedem Menschen mehr Knochen abgebaut als neu angelegt wird. Es gibt also genug Gründe, sich um die Gesundheit seines Knochens zu kümmern.

Auf normalen Röntgenbildern hat man als Arzt oft den Eindruck, dass der Knochen nicht so viel Kalk enthält wie nötig. Das ist dann aber immer eine Vermutung und noch kein Beweis. Seit Jahren werden unterschiedliche Messverfahren angeboten, um eine Osteoporose zu diagnostizieren. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene medizinische Fachgesellschaften empfehlen genau ein einziges verlässliches Verfahren, und das ist die sogenannte DEXA-Messung.

Die Knochendichtemessung erfolgt in unserer Praxis in der Schulstrasse. Der Patient liegt in Rückenlage auf einer Liege, und mit Hilfe von sehr niedrig dosierter Röntgenstrahlung wird die Knochendichte bestimmt. Als Ergebnis kommt dann entweder heraus, dass der Knochen noch so stabil ist wie er es laut Patientenalter sein sollte (grüner Bereich), dass vielleicht eine Osteopenie vorliegt (gelber Bereich, Werte noch im Grenzbereich, Vorstufe der Osteoporose), oder dass die Werte im roten Bereich liegen und bereits das krankhafte Stadium der Osteoporose vorliegt. Falls auffällige Werte bestimmt werden, schließt sich üblicherweise eine Blutuntersuchung an, denn es gibt mehrere Ursachen für eine Osteoporose. In vielen Fällen wird dann eine medikamentöse Behandlung begonnen, um den Knochenschwund zu stoppen.

Die Kosten für eine DEXA-Messung werden von allen Privatkassen übernommen. Patienten, die in einer gesetzlichen Kasse versichert sind, können eine vorsorgliche DEXA-Messung als Selbstzahler erhalten. Sollte mit Hilfe der Messung die Diagnose einer Osteoporose gestellt werden, sind alle weiteren Leistungen (Blutuntersuchung, Medikamente) eine Kassenleistung.